Yoga für …

Nach 2 Monaten Corona-Krise brauche ich eine Möglichkeit des Ausdrucks.  Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse sammeln sich im social-distancing. Es scheint schwierig eine ausgewogene Meinung zu vertreten. Angesichts der krisenhaften Situation bin ich persönlich und viele Mitmenschen gestresst. In Ruhe zuhören, und angemessene Antworten auf handlungsrelevante Fragen zu finden, braucht innere Ruhe und Gelassenheit. Was liegt da näher als Yoga?

Zwischen dem „Krieg gegen das Virus“ und dem „Widerstand gegen dunkle Mächte“ gibt es für aufgeklärte demokratische Kräfte viel zu tun. Ich persönliche praktiziere Yoga u.a., um die Kraft für dieses Tun zu haben.

Mit der Aktion „Yoga für …“ möchten wir einladen, Yoga mit seinen positiven gesundheitlichen und besonders mit seinen Streßbewältigungsmöglichkeiten auf dem Marktplatz zu praktizieren. Die drei Punkte „…“ stehen für dein persönliches Anliegen in dieser Krisenhaften Zeit. Wir können und wollen und nicht auf gemeinsame politische Stellungnahmen einigen. Diese Demonstration bietet die Möglichkeit dein persönliches Anliegen öffentlich zum Ausdruck zu bringen, enthält aber auch die Aufforderung dir Gedanken zu machen, was du positiv „für“ die Lösung anstehender Probleme tun möchtest. Einfach „gegen“ etwas oder jemanden zu demonstrieren passt nicht zu Yoga. Für mich waren die ersten beiden Yoga-Versammlungen ein entlastendes Erlebnis. Ich kann mich zeigen mit meinem Anliegen, ohne in die „rechte“ oder „linke“ Schublade gesteckt zu werden. Allenfalls stecke ich in die Yoga-Schublade, aber die enthält vielleicht gute, dritte, gesellschaftlich und kulturell positive Alternativen, die gerade in dieser polarisierenden Zeit einen wichtigen Beitrag leisten können.

Im weiteren möchte ich diesen Blogg nutzen, um meine Position zu schärfen. Nach weiterer Diskussion, kann es sein, das ich meine Meinung ändere. Ich bin ein Anhänger der Weltanschauung, das das bessere Argument sich durchsetzen soll, auch wenn ich dann lieb gewonnene, identitätsstiftende Positionen los lassen muss.

Nach meinem Verständnis gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten, auf die Gefahren der Corona-Pandemie zu reagieren:

Entweder: Wir halten still in einer Corona-Diktatur aus, bis irgendeine Firma einen Impfstoff entwickelt, der dann von Staats wegen allen verabreicht wird. „Freiwillig“ für alle, die z.B. ins Theater gehen möchten und ihren „Immunitätsausweis“ vorzeigen können.

Oder: Wir gehen mit dieser Krankheit so um, wie wir mit anderen Krankheiten auch umgehen, von der die Menschheit heimgesucht wird. Wir versuchen die krisenhafte Zuspitzung zu vermeiden (Lockdown bei drohender Überlastung des Gesundheitssystems kann ich vertreten), schützen vulnerable Risikogruppen, und durchschiffen die stürmischen Zeiten unter bestmöglicher Ausnutzung der Ressourcen unseres Gesundheitssystems.

Letzteres halte ich einer demokratischen Gesellschaft für würdig. Die Regierung verhält sich aber so, als würde sie ersteres anstreben.

Kompliziert wird es, die verschiedenen Spieler in diesem Spiel auseinander zu halten. Wer die Maßregeln der Corona-Schutzverordnung für überzogen hält, wird recht schnell mit „bösen Verschwörungstheoretikern“, Rechtsradikalen, AfD-Sympatisanten, usw. in einen Topf geworfen. Und zwar von FAZ- und Bild- Zeitung bis zur Antifa.

Da ist die Stellung der Regierung plötzlich neutral. Die Stellung der sächsischen Regierung sind nachvollziehbar und verhandelbar. Zum Beispiel gab es für unsere Yoga-Demo auf dem Markplatz eine Maskenpflicht, die vor Ort vom Einsatzleiter spontan dahingehend angepasst wurde, das wir einfach etwas mehr Abstand halten sollen. Und auch auf schriftliche Anfrage wurde für unsere Yoga-Demo eine Ausnahmegenehmigung bezüglich Maskenpflicht einfach erteilt. Demokratische Exekutive funktioniert lokal doch auch gut. Immerhin stellt die Covid-19-Erkrankung eine Gefahr dar. Diese kann unterschiedlich bewertet werden. Infolge dessen müssen die Abwehrmittel verhältnismäßig sein.

Für Sachsen erscheinen die Maßregeln der Corona-Schutzverordnung insgesammt überzogen. Überzogen hinsichtlich der Zielsetzung, unser Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Von den 50 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner (aus der aktuellen Schutzverordnung) sind wir mit mit 0,3 in Leipzig um den Faktor 150 über das Ziel hinaus geschossen. Gemessen an Bayern und Schweden sind wir nachher nicht die „Guten“, sonndern die „Dummen“, wenn die Herdenimmunität erst nach vielen Jahren erreicht wird, wenn andere sich schon lange wieder frei bewegen können.

Da die Landesregierungen nicht klar sagen, welches Ziel sie verfolgen, müssen wir anhand ihrer Handlungen die Motive vermuten. Solche Vermutungen sind mit Unsicherheiten behaftet. In den politischen Kämpfen der Anti-Atom-Bewegung habe ich mich schon manches mal über unglaubliche Dummheit der Exekutive gewundert. Außerdem ist es schwierig zwischen der Regierung und der (selektiven) Presse mit ganz eigenen Zielen zu unterscheiden. Aber die Fakten legen dennoch den Verdacht nahe, das die Regierung doch Entscheidung-1 (Corona-Diktatur) verfolgen könnte. Ich möchte das nicht annehmen, aber mein Erleben beim Bäcker oder Friseur lässt sich so einfacher erklären.

Ein Beispiel: Die Maskenpflicht für die Yoga-Demo wurde mit Hinweis auf die Gefahreneinschätzung des RKI (Robert-Koch-Institut) begründet. Dieses Institut veröffentlicht nach wie vor in erster Linie die kummulativen Zahlen von positiv auf das Coronavirus getesteten und die kummulativen Zahlen der Gestorbenen mit positiven Corona-Tests. Es wird nach wie vor nichts über die Todesursache (mit- oder durch Corona gestorben) veröffentlicht. Und die Suche nach den entscheidungsrelevaten Zahlen der „Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner“ (entscheident für Maßnahmen nach der Corona-Schutzverordnung) ist dort vergeblich. Das RKI gerät damit in den Verdacht, eine eigene möglicher Weise interessengeleitete Politik mit seinen Zahlen zu betreiben. Problematisch wird es, wenn die (von alternativer Seite umstrittene) Bill-Gates-Stiftung zu den größten Einzelsponsoren des RKI gehört 1).

Der umstrittene Ken Jebsen stellt in einer faktenreichen (und teilweise polemischen) Sendung „And the winner is … Bill Gates!“ die These auf, das Bill Gates viel Geld eine langfristige Geschäftsidee verfolgen könnte, die kurz zusammen gefasst, so aussieht: Die WHO (die überwiegend privat finanziert wird, und wo Bill Gates einer der größten Einzelsponsoren ist) ruft eine Pandemie aus. Darauf hin bestellen Regierungen Impfmittel für Teile oder die gesammte Bevölkerung. Damit lassen sich gute Gewinne machen. Die Bill-Gates-Stiftung verdient über ihre Beteiligung an Pharmakonzernen an dieser Krise. Er fordert einen Corona-Untersuchungsausschuss. Dieser Forderung kann ich mich nur anschließen. Auf das Fakten und Entscheidungen im Detail nachvollziehbar werden. Eine demokratische Gesellschaft sollte in der Lage sein, abscheuliche Geschäftsideen und bösartige Geschäftspraktiken zu entlarven und ihnen entgegen zu wirken. Da tut sich die Bundesregierung aber leider nicht hervor.

„Verschwörungstheorien“ sind meiner Meinung nach (neben viel unsinnigen Spinnkram) eine vereinfachte Zusammenfassung von intransparenten Entscheidungsstrukturen durch Lobbyismus und Sponsoring internationaler Institutionen. Wer würde diese intransparenten Entscheidungsstrukturen (außer den Interessenvertretern selbst) verteidigen? Wer intransparente Entscheidungsstrukturen verteidigt, macht sich verdächtig.

Als Yogi gehe ich davon aus, das viele Teile der Welt beseelt und intelligent sind. Wenn das Corona-Virus von der Natur als sanfter Hinweis auf unser umweltschädliches Wirtschaften „geschickt“ wurde (und nicht einem Labor entsprungen ist), dann können wir sehen, wie plötzlich über Wuhan oder Norditalien der Himmel wieder blau ist. Dann könnte eine pädagogisch angehauchte Natur sagen: „Na also! geht doch!“ Auf jeden Fall hat Corona mehr bewirkt, als alle Fridays-for-Future Demonstrationen. Das nächste mal würde die Natur vieleicht ein wirklich gefährliches Virus schicken, wenn wir die Lektion immer noch nicht kapiert haben.

Die Corona-Krise zeigt auch, das die Bereitschaft sich zurück zu nehmen für eine wichtige gesellschatliche Aufgabe in der Bevölkerung groß ist. Nur das mal wieder die Politik die kleinen Selbständigen verarscht und den großen Konzernen (Beispiel Lufthansa und Abwrackpräme, … ) das Geld in den Arsch schieben will. Eine Regierung, die Yoga verbietet, aber Kohlekraftwerke erlaubt (obwohl am Klimawandel vermutlich mehr Menschen sterben als an Corona) und eine Regierung, die Kindergeburtstage verbietet (obwohl kein Kind an Corona sterben wird), aber Waffenexporte in die Türkei (und damit für den Syrienkrieg) erlaubt, solch eine Regierung sollte etwas an ihrem demokratischen Image arbeiten (bzw. sie hat jegliche moralische Legitimation verloren).

Ich freue mich, dich am Sonntag auf dem Marktplatz beim „Yoga für …“ zu sehen. (ich persönlich kann nicht am 31.5. und 7.6.)

Nachtrag/Eine Bemerkung sei erlaubt. Wenn die Bild-Zeitung jetzt mit den neuen amerikanischen Anteilseignern von der Regierungstreuen Linie abrückt zu einer AfD nahen „Merkel muss weg“, dann wird die alte Atom-Merkel mit ihrer desaströsen Umweltpolitik doch fast schon wieder sympatisch – im Vergleich zu dem was noch kommen kann. Ein „gut vernetzte“ Friedrich Merz ist für uns eine reale Gefahr.

 

Quellen:

1)ZDF „… weist zum Beispiel die Bill und Melinda Gates-Stiftung auf ihrer Webseite eine Zahlung von 253.000 US-Dollar an das RKI … im November 2019 aus.“

 

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